Die South Plains sind der südliche Teil des Llano Estacado, einer hohen, erstaunlich flachen Hochebene, die große Teile Westtexas’ und des östlichen New Mexico bedeckt. Spanische Entdecker durchquerten sie im 16. Jahrhundert, Comanchen-Reiter beherrschten sie bis in die 1870er-Jahre; Rancher, dann Baumwollfarmer und die Eisenbahn machten sie zu dem, was sie heute ist. Lubbock, ihre Hauptstadt, ist eine freundliche Universitätsstadt – und eine hervorragende Basis zum Erkunden.
Die Highlights auf einen Blick
Lubbock: Stadt Buddy Holly Center
Das Museum des Rock-’n’-Roll-Pioniers in seiner Heimatstadt – mit seiner berühmten Brille und dem West Texas Walk of Fame.
Lubbocks Hommage an seinen berühmtesten Sohn Buddy Holly in einem restaurierten Bahnhof aus den 1920er-Jahren: seine markante Brille, Erinnerungsstücke der Crickets, eine Kunstgalerie und gegenüber die Buddy-Holly-Statue mit dem West Texas Walk of Fame.
Roadtrips & Natur Palo Duro Canyon State Park
Der zweitgrößte Canyon der USA, zwei Autostunden nördlich von Lubbock.
Ein gewaltiger Canyon aus rotem Fels am Rand des Llano Estacado südlich von Amarillo – rund 190 km lang und bis zu etwa 240 m tief – mit dem Felsturm „Lighthouse“, Ausritten, Camping und dem Freiluft-Musical TEXAS im Sommer.
Museen & Geschichte National Ranching Heritage Center
Über fünfzig historische Ranchgebäude auf dem Campus der Texas Tech.
Ein großartiges Freilichtmuseum zum Leben auf der Ranch: mehr als 50 authentische Bauten – Erdhäuser, Adobe, Schlafbaracken, Windräder und ein Bahnhof –, aus ganz Texas hierher versetzt und restauriert, dazu Galerien mit Sätteln, Kunst und Geschichte des Rinderlands.
Lubbock: Stadt Texas Tech University
Türme im Stil der spanischen Renaissance, eine große Kunstsammlung im Freien und Spieltage der Red Raiders.
Lubbocks große Institution: ein weitläufiger Campus in spanischem Stil mit einer gefeierten Sammlung öffentlicher Kunst, der Will-Rogers-Statue, dem Carol of Lights im Dezember und Red-Raiders-Football im Jones AT&T Stadium.
Routenvorschläge
Zwei Tage: Lubbocks Highlights
- Tag 1: Vormittags National Ranching Heritage Center und Museum of Texas Tech; Spaziergang über den Texas-Tech-Campus; am späten Nachmittag das Buddy Holly Center, dann Abendessen und Livemusik im Depot District.
- Tag 2: Lubbock Lake Landmark in der Morgenkühle; American Windmill Museum oder Silent Wings Museum; nachmittags zu den Weingütern.
Vier Tage: Canyons und Route 66
- Tag 1–2: Lubbock wie oben.
- Tag 3: nach Norden zum Palo Duro Canyon für eine Wanderung bei Sonnenaufgang; Panhandle-Plains Historical Museum in Canyon; Sonnenuntergang an der Cadillac Ranch; Übernachtung in Amarillo.
- Tag 4: Vormittags Route 66 an der Sixth Street, dann nach Südosten in die Caprock Canyons zu den Bisons und zurück nach Lubbock.
Fünf Tage oder mehr
Ergänze einen Kleinstadt-Tag in Post und Slaton, im Winter die Kraniche von Muleshoe, oder fahr weiter nach New Mexico – Roswell, Carlsbad Caverns und White Sands oder Santa Fe über den US-84. Unsere Tourentipps zeigen buchbare Erlebnisse unterwegs.
Essen und Trinken
Das hier ist Rinder- und Baumwollland, also gibt es großzügige Portionen: Chicken-fried Steak (paniertes Rindersteak), Brisket und Ribs in Barbecue-Lokalen, große Steaks und überall hervorragendes Tex-Mex – vom Frühstücks-Burrito bis zu Enchiladas mit Chili con Carne. Achte auf High-Plains-Wein auf den Karten, Craft-Brauereien im Depot District und im Herbst auf grüne Chilis aus dem benachbarten New Mexico.
Lubbock hat eine ungewöhnliche Trinkgeschichte: Jahrzehntelang war der Großteil der Stadt „trocken“, und der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen wurde erst 2009 stadtweit erlaubt. Heute bekommt man problemlos einen Drink, doch einige Countys und Orte in der Umgebung haben noch Einschränkungen.
Geld und Kosten
- Währung ist der US-Dollar. Karten werden fast überall akzeptiert, auch kontaktlos; etwas Bargeld für Kleinstadtcafés und Trinkgeld mitnehmen.
- Die Umsatzsteuer (in Lubbock rund 8,25 %) wird erst an der Kasse aufgeschlagen, nicht auf dem Preisschild. Hotelrechnungen enthalten zusätzliche Beherbergungssteuern.
- Trinkgeld wird erwartet: etwa 18–20 % im Restaurant mit Bedienung, ein, zwei Dollar pro Drink an der Bar und ein paar Dollar pro Nacht fürs Zimmermädchen.
- Lubbock ist meist günstiger als die großen texanischen Städte – außer an Football- und Abschlusswochenenden, wenn sich Hotelpreise verdoppeln können.
Sicherheit und Gesundheit
- Lubbock ist eine typische mittelgroße US-Stadt: nachts die üblichen Vorsichtsmaßnahmen treffen und keine Wertsachen sichtbar im Auto lassen.
- Das Wetter ist die größte Gefahr. Tornado- und Unwetterwarnungen ernst nehmen (vor allem April bis Juni); Hotels hängen Schutzraumhinweise aus. Staubstürme können die Sicht auf Highways auf nahezu null senken – weit von der Fahrbahn abfahren und warten.
- Hitze und Sonne: Höhenlage und trockene Luft bedeuten starke Sonne und schnelle Dehydrierung. Wasser mitnehmen, besonders auf Canyonwegen.
- Wildtiere: Abstand zu den Bisons in den Caprock Canyons halten und bei Wärme auf Klapperschlangen achten.
- Im Notfall 911 wählen. Die Krankenhäuser Covenant und University Medical Center versorgen die Region.
Packliste
- Zwiebellook: Zwischen Morgendämmerung und Nachmittag kann die Temperatur um 15 °C (30 °F) oder mehr schwanken.
- Windjacke, Sonnenbrille und Lippenbalsam – Wind und trockene Luft sind ständige Begleiter.
- Feste Schuhe, ein breitkrempiger Hut und eine große Trinkflasche für die Canyons.
- Scharlachrot und Schwarz, falls du zu einem Texas-Tech-Spiel gehst.
Gepflogenheiten
Westtexaner sind berühmt für ihre Freundlichkeit: Rechne auf Landstraßen mit einem Winken aus vorbeifahrenden Pick-ups und mit Gesprächen in jeder Schlange. Gekleidet ist man fast überall leger. „Guns Up“ – das Handzeichen der Texas Tech – ist ein Gruß, keine Drohung. Und an Spieltagen gilt: In Lubbock ist jeder ein Red Raider.

